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LEGO SMART Play Star Wars: Lohnt sich der günstige Einstieg?

Mit LEGO SMART Play versucht LEGO, das klassische Bauen und Spielen um eine zusätzliche Ebene zu erweitern. Im Mittelpunkt steht nicht mehr nur das fertige Modell, sondern das, was danach passiert. Fahrzeuge, Figuren und Szenen sollen stärker auf Bewegung, Spielsituationen und Aktionen reagieren. Gerade im Star Wars Universum klingt das zunächst nach einer spannenden Idee, denn Licht, Sounds und bekannte Charaktere passen auf den ersten Blick perfekt zu einer spielerischen Science Fiction Welt.

Doch je genauer man sich das Ganze anschaut, desto deutlicher wird, dass LEGO hier nicht einfach nur eine neue Setreihe startet, sondern ein eigenes System aufbaut. Und genau dieses Drumherum ist eigentlich der spannendste Punkt. Denn SMART Play ist weniger ein einzelnes Produkt als vielmehr ein Baukasten, der aus mehreren Komponenten besteht.

Was LEGO SMART Play eigentlich ist

Das Herzstück von SMART Play ist der sogenannte SMART Brick. Er ist die technische Basis des Systems und sorgt dafür, dass bestimmte Modelle und Figuren auf Aktionen reagieren können. Dazu kommen SMART Tags und spezielle SMART Figuren, die mit diesem Brick zusammenarbeiten. Erst durch dieses Zusammenspiel entsteht das interaktive Erlebnis, das LEGO so stark in den Vordergrund stellt.

LEGO® Star Wars 75427 A-Wing und das Duell im Thronsaal

Die Grundidee dahinter ist leicht zu verstehen. Ein Modell ist nicht mehr nur ein Raumschiff, ein Walker oder ein Speeder Bike, sondern wird Teil eines Spielsystems. Bewegungen lösen Geräusche aus, Figuren reagieren auf Situationen und bestimmte Szenen sollen sich lebendiger anfühlen als bei einem ganz normalen Set.

Auf dem Papier ist das ein interessanter Ansatz. Gerade für Kinder, die sich beim Spielen mehr Dynamik wünschen, klingt das nach einer klaren Weiterentwicklung. Gleichzeitig bringt genau dieses System aber auch eine ganz eigene Kauflogik mit.

Der scheinbar günstige Einstieg in LEGO SMART Play

Ein besonders interessanter Punkt ist die Frage, wie LEGO neue Käufer in dieses System hineinzieht. Genau dafür gibt es kleinere kompatible Sets wie LEGO Star Wars 75424 AT ST Angriff auf Endor. Solche Sets wirken auf den ersten Blick wie ein relativ günstiger Einstieg. Man sieht ein bekanntes Star Wars Thema, einen noch halbwegs überschaubaren Preis und den Hinweis auf interaktive Funktionen. Das wirkt natürlich attraktiv.

Der Haken zeigt sich aber erst beim genaueren Hinsehen. Diese kleineren Sets bringen zwar bereits Teile des Systems mit, zum Beispiel Tags oder spezielle Figuren, aber nicht das eigentliche technische Herzstück. Der SMART Brick selbst ist nicht enthalten. Das bedeutet: Wer nur so ein kleineres Set kauft, bekommt zwar ein kompatibles Modell, aber eben noch nicht das vollständige Spielerlebnis, mit dem das Ganze beworben wird.

Genau deshalb ist dieser günstige Einstieg in Wahrheit eher ein Einstieg in das Systemdenken von LEGO als in das komplette System selbst.

Warum das clever wirkt und gleichzeitig irritiert

Aus Herstellersicht ist diese Struktur nachvollziehbar. Große Hauptsets liefern die Technik, kleinere Sets erweitern das Erlebnis. So entsteht ein Baukastensystem, bei dem man nach und nach tiefer einsteigen kann. Für LEGO ist das natürlich attraktiv, weil Käufer nicht nur ein Produkt erwerben, sondern sich potenziell in eine ganze Reihe einklinken.

Für viele Kunden wirkt das allerdings zunächst verwirrend. Denn auf den ersten Blick sieht ein kompatibles SMART Play Set oft so aus, als wäre alles dabei, was man für das beworbene Erlebnis braucht. Tatsächlich ist das aber nur teilweise der Fall. Man bekommt ein baubares Modell und oft auch thematisch passende Figuren, aber die eigentliche Interaktivität bleibt ohne weiteren Zukauf begrenzt.

Gerade bei kleineren Star Wars Sets ist das eine wichtige Unterscheidung. Denn hier verschwimmt schnell die Grenze zwischen normalem Spielset und Systemerweiterung.

LEGO SMART Play lebt vom Zusammenspiel mehrerer Sets

Das Entscheidende an SMART Play ist also nicht nur das einzelne Modell, sondern das Zusammenspiel. LEGO denkt diese Produktlinie klar als vernetztes Erlebnis. Ein größeres Hauptset liefert die Technik, kleinere Szenensets bringen neue Figuren, Fahrzeuge und Situationen ins Spiel. Dadurch soll mit jedem zusätzlichen Modell mehr Vielfalt entstehen.

Das kann für manche Zielgruppen durchaus reizvoll sein. Wer ohnehin mehrere Star Wars Sets sammelt oder gemeinsam mit Kindern eine größere Spielwelt aufbauen möchte, findet darin möglicherweise genau den Reiz. Es geht dann nicht mehr nur um ein einzelnes Raumschiff oder einen einzelnen Walker, sondern um eine Reihe von Produkten, die miteinander arbeiten.

Gleichzeitig erhöht das natürlich die Einstiegshürde. Denn der eigentliche Spielwert entfaltet sich erst dann vollständig, wenn mehrere Bausteine des Systems zusammenkommen.

Für wen LEGO SMART Play gedacht ist

LEGO SMART Play richtet sich vor allem an Menschen, die beim Spielen mehr Reaktion und Bewegung möchten. Kinder dürften dabei die naheliegendste Zielgruppe sein. Gerade wer Star Wars mag und Szenen nicht nur nachstellen, sondern mit Geräuschen und direkten Reaktionen erleben möchte, wird das Konzept wahrscheinlich spannend finden.

Auch Familien könnten sich angesprochen fühlen, weil das System bewusst auf aktives, gemeinsames Spielen setzt. Es geht nicht um eine App als Mittelpunkt, sondern um Modelle, Figuren und direkte Interaktion. Das kann im Kinderzimmer durchaus gut funktionieren, vor allem wenn das Spielzeug nach dem Bau nicht einfach nur ins Regal gestellt wird.

Für erwachsene Star Wars Fans ist SMART Play wahrscheinlich eher dann interessant, wenn sie sich für neue Spielkonzepte, besondere Figuren oder ungewöhnliche Sammelreihen begeistern. Wer dagegen vor allem klassische Displaymodelle sucht, wird hier eher weniger angesprochen.

Warum gerade Star Wars für dieses System gewählt wurde

Dass LEGO ausgerechnet Star Wars für SMART Play nutzt, ist kein Zufall. Kaum ein Thema eignet sich so gut für Sounds, Fahrzeugbewegungen, Figurenreaktionen und bekannte Szenen. Triebwerksgeräusche, Laserschüsse, Droiden, Lichteffekte und Charakterstimmen sind im Star Wars Universum ohnehin tief verankert. Genau deshalb bietet sich diese Lizenz für ein interaktives Spielsystem besonders an.

Zugleich steigt damit aber auch die Erwartung. Wenn man ein neues technisches Spielkonzept ausgerechnet mit Star Wars verbindet, rechnen viele automatisch mit einem besonders starken Erlebnis. Das Thema allein reicht also nicht aus. Entscheidend ist, ob das System im Alltag wirklich überzeugt und ob sich der zusätzliche Aufwand für Käufer lohnt.

Das Set 75424 als Beispiel für die Strategie dahinter

Das Set AT ST Angriff auf Endor ist ein gutes Beispiel dafür, wie LEGO SMART Play aufgebaut ist. Es steht nicht allein für die gesamte Reihe, zeigt aber sehr deutlich die Strategie dahinter. Ein kleineres, thematisch attraktives Set wirkt zunächst zugänglich und interessant. Es bringt ein bekanntes Star Wars Motiv mit, ist nicht riesig und bietet sich als Geschenk oder als erster Kontakt mit SMART Play an.

Gleichzeitig zeigt genau dieses Set aber auch, dass der günstige Einstieg nur bedingt ein vollständiger Einstieg ist. Wer wirklich erleben will, was SMART Play ausmacht, kommt um weitere Produkte kaum herum. Dadurch wird das kleine Set im Grunde zu einem Türöffner in ein größeres System.

Das ist weder automatisch gut noch automatisch schlecht. Es ist einfach die Art, wie LEGO diese Produktlinie gedacht hat. Und genau deshalb sollte man vor dem Kauf wissen, worauf man sich einlässt.

Ist LEGO SMART Play wirklich ein guter Einstieg für Kinder

Das hängt stark davon ab, was man erwartet. Wer einfach nur ein klassisches LEGO Star Wars Set sucht, bekommt mit einem kompatiblen SMART Play Set nicht unbedingt das naheliegendste Produkt. Denn ein Teil des beworbenen Erlebnisses bleibt zunächst außen vor, wenn der Brick nicht vorhanden ist.

Wer dagegen bewusst in dieses neue Spielkonzept einsteigen möchte, kann in den kleineren Sets einen ersten Kontaktpunkt sehen. Sie zeigen, wie LEGO die Welt von SMART Play aufbaut und welche Richtung die Reihe einschlägt. Für Kinder, die gern Rollenspiele mit Figuren und Fahrzeugen spielen, kann das durchaus spannend sein. Vor allem dann, wenn später weitere Sets dazukommen.

Entscheidend ist also weniger die Frage, ob das einzelne Set günstig ist, sondern ob man das System als Ganzes interessant findet.

Was hinter dem ganzen Drumherum steckt

Im Kern versucht LEGO hier, mehr aus dem Spielen nach dem Bauen zu machen. Statt nur neue Fahrzeuge und Figuren zu verkaufen, wird ein Rahmen geschaffen, in dem diese Modelle Teil eines größeren Erlebnisses werden sollen. Das klingt nach Innovation, ist aber gleichzeitig auch eine neue Form von Produktbindung. Denn wer einmal drin ist, wird eher darüber nachdenken, weitere kompatible Sets dazuzukaufen.

Genau dieses Drumherum ist letztlich das eigentliche Thema. Nicht der einzelne AT ST, nicht nur Wicket oder ein Speeder Bike, sondern die Frage, wie LEGO Bauen, Sammeln und Spielen stärker miteinander verzahnt. SMART Play ist deshalb weniger einfach ein neues Setformat als ein Versuch, eine eigene kleine Plattform innerhalb des Star Wars Sortiments aufzubauen.

Fazit: Nicht das einzelne Set ist entscheidend, sondern das System

LEGO SMART Play ist eine interessante neue Richtung, weil hier nicht mehr nur das Modell im Mittelpunkt steht, sondern das gesamte Spielerlebnis drumherum. Kleinere Sets wie AT ST Angriff auf Endor wirken zunächst wie ein günstiger Einstieg, sind in Wahrheit aber eher ein erster Schritt in ein größeres System. Genau das sollte man wissen, bevor man sich dafür entscheidet.

Wer einfach ein normales Star Wars Set bauen und hinstellen möchte, wird mit SMART Play wahrscheinlich nicht zwingend besser bedient als mit klassischen Produkten. Wer dagegen neugierig auf ein interaktives System ist und die Idee mag, Fahrzeuge, Figuren und Spielszenen stärker miteinander zu verbinden, könnte hier genau das finden, was LEGO beabsichtigt hat.

Am Ende steht also weniger die Frage, ob ein einzelnes Set überzeugt. Viel wichtiger ist, ob man mit dem ganzen Gedanken hinter LEGO SMART Play etwas anfangen kann. Denn genau darin liegt der eigentliche Kern dieser neuen Reihe.

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